Glanz und Glaube

Rumänische Hinterglasikonen aus dem Kloster Brâncoveanu

Aktuell können wir Ihnen leider keinen Starttermin für diese Ausstellung nennen.

Sie wird eröffnet, sobald die Museen den Publikumsbetrieb wieder aufnehmen dürfen. Dies teilen wir Ihnen hier selbstverständlich mit.

Bei Hinterglasikonen handelt es sich um eine Sonderform der Ikonenmalerei, die im 18. Jahrhundert in Siebenbürgen entstand und auf diese Region begrenzt blieb. Die größte Produktivität erreichte dieses Kunsthandwerk im 19. Jahrhundert und klang in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts allmächlich aus. Ab 1954 wurde die Hinterglasmalerei im Kloster Brâncoveanu beim Dorf Sâmbăta de Sus nahe Făgăraș im Kreis Brașov durch den Mönch (und späteren Archimandriten) Timotei Tohăneanu wiederbelebt und eine neue Ikonen-Malwerkstatt eingerichtet. Aus dieser Werkstatt werden 25 Ikonen gezeigt. Sie orientieren sich stilistisch und ikonographisch an den Werken bekannter Meister aus der Region Făgăraș/Brașov wie Ioan Pop (1794–1870) oder Matei Ţimforeas (1836–1906). Diese Maler schufen Werke von hoher Qualität, die sich von den bäuerlich-volkstümlichen Hinterglasikonen absetzen und in denen noch das Echo der strengen Erhabenheit und Prachtentfaltung byzantinischer Tradition zu spüren ist. Die Ikonen zeichnen sich durch ihre hohe malerische Qualität, eine einfallsreiche Zeichnung sowie leuchtende Farbigkeit und dekorative Ausschmückung aus. Thematisch treten neben traditionelle Inhalte auch einige sehr ungewöhnliche Motive wie die "Darstellung der menschlichen Seele" (nach Ioan Pop).

Ausstellungen mit Hinterglasikonen aus der Klosterwerkstatt Brâncoveanu wurden in zahlreichen Ländern präsentiert, unter anderem in Deutschland und den USA. Das Ikonen-Museum zeigt Ikonen aus dem Besitz von Edeltraud Althaus (Remscheid). Die passionierte Sammlerin ostkirchlichen Kunsthandwerks hat  bereits mehrere Ausstellungen ihrer Hinterglasikonen organisiert und mit ihrer Begeisterung dazu beigetragen, ein breites Publikum mit dieser faszinierenden Form der Ikonenmalerei bekannt zu machen.

 

Öffnungszeiten
Preise
* Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Gruppen ab 10 Personen, Inhaber*innen des Recklinghausen Passes bzw. ein entsprechender Ausweis anderer Gemeinden, Inhaber*innen der Ehrenamtskarte NRW.
Das Ikonen-Museum ist barrierefrei zugänglich.

Führungen
Die öffentlichen Führungen sind kostenfrei, es muss lediglich das Eintrittsgeld entrichtet werden.

Die Kosten für eine gebuchte Führung betragen 55,- Euro pro Gruppe (max. 15 Personen). Anmeldung unter Telefon (02361) 50 19 41.
Anschrift
Anfahrt
Das Ikonen-Museum liegt in der verkehrsberuhigten Innenstadt gegenüber dem Turm der Petruskirche.