1000 JAHRE

Orthodoxe Kirche in der Rus'

988-1988

Ausstellungsort: Städtische Kunsthalle Recklinghausen

20. November 1988 bis 15. Januar 1989

1000 Jahre Orthodoxe Kirche in der Rus'

Vor 1000 Jahren entschied sich die Kiever Rus' - die Keimzelle des späteren russischen Reiches - für die Annahme des Christentums in der byzantinischen Form. 988 ließ Großfürst Vladimir von Kiev sein Volk im Dnepr taufen und die heidnischen Götterstatuen zerstören.

Mit der Übernahme des christlichen Glaubens öffnete sich die Rus' gleichzeitig der byzantinischen Kultur. Griechische Baumeister bauten die ersten Kirchen, byzantinische Ikonen wie die berühmte "Gottesmutter von Vladimir" kamen ins Land, und griechische Ikonen-, Fresken- und Miniaturenmaler bildeten russische Schüler aus. Auch die meisten Bischöfe waren bis zum 14. Jahrhundert Griechen.

Doch in der russischen Kirche gab es schon bald Bestrebungen, sich vom Patriarchen in Konstantinopel unabhängig zu machen. Diesem Ziel diente u. a. die Heiligsprechung einiger, nationaler Heiliger, die schon im 11. Jahrhundert mit den Fürsten Boris und Gleb begann. Nach dem Fall der byzantinischen Hauptstadt im Jahre 1453 wird der erstarkende Moskauer Zentralstaat das einzige freie orthodoxe Land, und die russische Kirche die größte und bedeutendste orthodoxe Kirche.

 

Russische Heilige in Ikonen

Die Ausstellung zeigt die Kirchengeschichte Russlands im Spiegel der Ikonen. Und zwar in Ikonen, die das Bildnis oder Begebenheiten aus dem Leben heiliggesprochener und verehrter Männer und Frauen der russischen orthodoxen Kirche zum Thema haben: heilige Hierarchen (Metropoliten, Bischöfe), Äbte, Mönche und Nonnen, Gründer von Klöstern, Fürsten und die vom Volk teilweise hochverehrten "Narren in Christo". Auch einige Marienikonen, die für die Geschichte Russlands von besonderer Bedeutung sind, werden zu sehen sein.

 

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Öffnungszeiten
Preise
* Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Gruppen ab 10 Personen, Inhaber*innen des Recklinghausen Passes bzw. ein entsprechender Ausweis anderer Gemeinden, Inhaber*innen der Ehrenamtskarte NRW.
Das Ikonen-Museum ist barrierefrei zugänglich.

Führungen
Die öffentlichen Führungen sind kostenfrei, es muss lediglich das Eintrittsgeld entrichtet werden.

Die Kosten für eine gebuchte Führung betragen 55,- Euro pro Gruppe (max. 15 Personen). Anmeldung unter Telefon (02361) 50 19 41.
Anschrift
Anfahrt
Das Ikonen-Museum liegt in der verkehrsberuhigten Innenstadt gegenüber dem Turm der Petruskirche.