MUTTERGOTTESIKONEN

Ausstellungsort: Kunsthalle Recklinghausen

17. Dezember 2000 bis 18. März 2001

In diesem Jahr feiern wir den 2000. Geburtstag Jesu Christi. Aus diesem Anlass und zu Ehren der Mutter Christi veranstalten die Museen der Stadt Recklinghausen und die Gesellschaft EIKON, Freunde der Ikonenkust e.V. die erste große Ausstellung zum Thema "Muttergottesikonen" in Deutschland. Diese Ausstellung ist den autonomen Darstellungen der Muttergottes gewidmet, d.h. Maria mit dem Christuskind. Die meitsten dieser Muttergottesikonen stellen Gnadenbilder dar, die heute noch im Osten, aber auch im Westen hoch verehrt werden. Im katholischen Westen gehört z.B. die "Immerwährende Hilfe", die bei den orthodoxen Christen "Muttergottes der Passion" genannt wird, zu den beliebtesten Marienbildern und ist in fast jeder Kirche zu finden. In ausführlichen Legenden wird von der "Erscheinung" oder "Entdeckung" der entsprechenden Ikone berichtet sowie von den Wundern, die sie bewirkt hat. Nicht selten zeugen solche Ikonen von bedeutenden historischen Ereignissen: So soll z.B. die "Muttergottes des Wunderzeichens von Novgorod" den Kampf der Suzdaler gegen die Novgoroder zugunsten letzterer entschieden haben. Die "Muttergottes von Vladimir" wehrte mehrfach die Tataren ab, die Moskau belagerten, und die "Muttergottes von Smolensk" bewirkte zusammen mit der "Muttergottes von Kazan" den Sieg der Russen über die Truppen Napoleons in der Schlacht von Borodino im Jahre 1812. Den meisten wundertätigen Muttergottesikonen werden Krankenheilungen zugeschrieben oder der Beistand in anderen Nöten.

Zahlreiche Leihgeber aus mehreren Ländern, v.a. Mitglieder der Gesellschaft EIKON, sowie das Ikonen-Museum Recklinghausen stellen mehr als 200 ostkirchliche Kunstwerke zur Verfügung. Sie weisen eine sehr große stilistische Vielfalt und zahlreiche unterschiedliche Techniken auf. Es werden auf Holz in Eitemperatechnik gemalte Ikonen, Metall- und Emailikonen, Zeichnungen, Stickereien, Goldschmiedearbeiten, Holz- und Elfenbeinschnitzereien zu sehen sein. Darunter sind ganz hervorragende, zum Teil bisher unbekannte Leihgaben, die aus Byzanz, Griechenland, Russland, Bulgarien, Rumänien und Äthiopien stammen und vom 10. bis 19. Jahrhundert entstanden sind.

Öffnungszeiten
Preise
* Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Gruppen ab 10 Personen, Inhaber*innen des Recklinghausen Passes bzw. ein entsprechender Ausweis anderer Gemeinden, Inhaber*innen der Ehrenamtskarte NRW.
Das Ikonen-Museum ist barrierefrei zugänglich.

Führungen
Die öffentlichen Führungen sind kostenfrei, es muss lediglich das Eintrittsgeld entrichtet werden.

Die Kosten für eine gebuchte Führung betragen 55,- Euro pro Gruppe (max. 15 Personen). Anmeldung unter Telefon (02361) 50 19 41.
Anschrift
Anfahrt
Das Ikonen-Museum liegt in der verkehrsberuhigten Innenstadt gegenüber dem Turm der Petruskirche.