Ikonostase

Der erste Raum im Erdgeschoss widmet sich dem Thema der Ikonostase.

Die Ikonostase oder das Templon ist eine Bilderwand, die in orthodoxen Kirchen das Kirchenschiff vom Altarraum abgrenzt, der aussschließlich dem Klerus vorbehalten ist.

Aus den Chorschranken der frühchristlichen Kirchen entwickelte sich über viele Zwischenstufen eine feste Ikonenwand, die den Altarraum optisch abschließt. Den Höhepunkt ihrer Entwicklung erlebte die Ikonostase und ihr theologisches Programm in Russland, wo sie seit dem 15. Jahrhundert meist aus einem hölzernen Rahmenaufbau besteht, der die ganze Breite und Höhe des Altarraumes einnimmt. Er ist häufig mit mehreren Reihen von Ikonen geschmückt, deren Bildprogramm genau festgelegt ist.

In nachbyzantinischer Zeit enstanden auf dem Balkan und den griechischen Inseln Holzikonostasen mit reichen Schnitzereien. Im Ikonen-Museum befindet sich eine geschnitzte Ikonostase aus der Zeit um 1800, die aus einer Kirche oder Kapelle des Balkanraumes stammt. An der Decke vor der Ikonostase hängt ein Kronleuchter aus zwölf geschnitzten und beidseitig bemalten Elementen. Eine von einem hervorragenden kretischen Maler geschaffene Königstür aus dem 15. Jahrhundert zeigt einen weiteren Aspekt griechischer  Bilderwände. Der Aufbau russischer Ikonostasen wird durch eine Hausikonostase des 16. und eine faltbare Reiseikonostase des 19. Jahrhunderts sowie durch die gemalte Darstellung einer Ikonostase aus der Zeit um 1800 verdeutlicht.

Öffnungszeiten
Preise
* Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Gruppen ab 10 Personen, Inhaber*innen des Recklinghausen Passes bzw. ein entsprechender Ausweis anderer Gemeinden, Inhaber*innen der Ehrenamtskarte NRW.
Das Ikonen-Museum ist barrierefrei zugänglich.

Führungen
Die öffentlichen Führungen sind kostenfrei, es muss lediglich das Eintrittsgeld entrichtet werden.

Die Kosten für eine gebuchte Führung betragen 55,- Euro pro Gruppe (max. 15 Personen). Anmeldung unter Telefon (02361) 50 19 41.
Anschrift
Anfahrt
Das Ikonen-Museum liegt in der verkehrsberuhigten Innenstadt gegenüber dem Turm der Petruskirche.